Im Vertrieb freut sich so ziemlich jedes Unternehmen über Kunden, die über eine positive Weiterempfehlung zu ihnen gekommen sind. Es ist die Bestätigung der guten Arbeit und bringt ein Unternehmen in eine komfortable Position. Gleiches gilt übrigens auch im Bereich der Mitarbeitergewinnung.

Mitarbeiter die sich wohl und mit dem Unternehmen verbunden fühlen, werden sich auch außerhalb der Arbeitszeit überwiegend positiv über den Arbeitsplatz äußern. Dazu kommt, dass gute Mitarbeiter sicher Kandidaten/innen kennen, die gut zum Unternehmen passen würden. Nur leider wird diese Ressource viel zu selten genutzt – aber warum?

Könnte es darin liegen, dass die Unternehmen sich dann eingestehen müssten, doch keine Weiterempfehlung als Arbeitgeber wert zu sein? Ist es vielleicht die Angst, den Mitarbeitern eine Form von „Macht“ einzuräumen, die dann in weiteres aufbegehren mündet? Alles Vermutungen – Fakt ist aber, dass die Unternehmen sich vielfach einer guten Kandidatenquelle in einem sehr umkämpften Arbeitsmarkt berauben.

Diese Quelle anzuzapfen beginnt mit folgender Aussage an den jeweiligen Mitarbeiter: „Entdeckst Du jemanden der zu uns passt und unsere Qualitäten hat – in deinem Netzwerk, bei Kunden, bei Herstellern, im Handel, etc. – wollen wir diese Person einstellen!“ Um hier nicht für Missverständnisse zu sorgen, ist es sinnvoll zu Papier zu bringen, welche gesuchten Qualitäten gemeint sind und vor allem wie der Mitarbeiter für seine Mithilfe entlohnt wird.

Tipp: Wenn in Ihrem Unternehmen mit Zielvereinbarungen gearbeitet wird, lässt sich das Thema Recruiting doch ganz gut ergänzen. „Aktivieren Sie pro Jahr [Anzahl] Bewerber für unser Unternehmen, die über das Erstgespräch mit uns hinauskommen“ könnte die offizielle Zielsetzung lauten. Selbstverständlich verbunden mit einer entsprechenden Entlohnung wie der Auszahlung eines Bonus oder mit zusätzlichen Urlaubstagen.

Diese Zielsetzung ist nicht „nur“ für die Mitarbeitenden oder Führungskräfte relevant – sondern sollte auch in den Kreisen der Verantwortlichen auf C-Level hohe Priorität besitzen, um auf dem Arbeitsmarkt die Nase vorne zu haben.